Der „Nummer 1 Award“ wird 10

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600+ Auszeichnungen und ein Jahrzehnt Chart-Geschichte: Der „Nummer 1 Award“ wird 10 Jahre alt.

Eine Auszeichnung, die sich längst im deutschen Musikgeschäft etabliert hat, feiert Jubiläum: Der „Nummer 1 Award der Offiziellen Deutschen Charts“ wird zehn Jahre alt. Seit seiner Einführung im Frühjahr 2016 würdigt der Preis Künstlerinnen und Künstler für Chartspitzen – und hat sich in dieser Zeit zu einem festen Symbol für kommerziellen Erfolg entwickelt.

Die Liste der Preisträger liest sich wie ein Who’s who der Musikszene. Acts wie ABBA, Die Toten Hosen, Ed Sheeran, Helene Fischer, Linkin Park oder Nina Chuba gehören ebenso dazu wie viele weitere nationale und internationale Größen.

Über 600 Nummer-1-Erfolge ausgezeichnet

Insgesamt wurden bislang 609 Singles und Alben prämiert, die Platz 1 der Offiziellen Deutschen Charts erreicht haben. Den Anfang machte im April 2016 Andrea Berg, die für ihr Album „Seelenbeben“ ausgezeichnet wurde. Zunächst auf Alben beschränkt, wurde der Award Ende 2017 auch auf Singles ausgeweitet. Die erste Single-Auszeichnung ging an Bausa für „Was du Liebe nennst“.

Auffällig: Der Großteil der ausgezeichneten Produktionen stammt aus Deutschland. Über zwei Drittel der prämierten Werke gehen auf das Konto heimischer Acts. Besonders erfolgreich waren dabei die Amigos mit elf Album-Auszeichnungen sowie Capital Bra, der bei den Singles mit 22 Awards herausragt. Bei den Frauen führen erneut Andrea Berg im Albumbereich sowie Shirin David mit sieben Single-Auszeichnungen.

Die Bandbreite der Geehrten zeigt die Vielfalt des deutschen Musikmarktes: Sie reicht von Newcomern wie Zartmann bis hin zu etablierten Ikonen wie Howard Carpendale, der kürzlich im Alter von 80 Jahren erstmals die Chartspitze erreichte.

Internationales Modell mit Strahlkraft

Das Konzept des Awards hat längst über Deutschland hinaus Schule gemacht: In der Schweiz wird seit 2016 ein entsprechender Preis für die Offiziellen Charts vergeben, in Österreich folgte Anfang 2025 eine eigene Version für die Austria Top 40.

„Ein sichtbarer Meilenstein“

Für Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, steht der Award für mehr als nur Zahlen: Er mache den Erfolg einer ganzen Künstlergeneration sichtbar, die den Wandel der Branche in den letzten zehn Jahren geprägt habe.

Auch Mathias Giloth, Geschäftsführer von GfK Entertainment, betont die emotionale Dimension: Eine Nummer 1 sei ein Karriere-Meilenstein – der Award mache diesen Moment greifbar und für Fans erlebbar.

Charts als Gradmesser der Branche

Die Offiziellen Deutschen Charts gelten als zentraler Indikator für den Musikmarkt. Sie basieren auf Daten von rund 2.600 Händlern und Plattformen – von stationärem Handel über Downloads bis hin zu Streaming – und decken etwa 90 Prozent des Marktes ab.

Mit seinem zehnjährigen Bestehen hat sich der „Nummer 1 Award“ endgültig als feste Größe etabliert – und bleibt ein sichtbares Zeichen für musikalischen Erfolg in einer sich stetig wandelnden Branche.

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