Von Hamburg bis Bayern: Zehn deutsche Acts beim Waves Vienna 2026

Waves Vienna 2026

 
Berlin, 8. September 2026 – Das Waves Vienna wird vom 1. bis 3. Oktober 2026 erneut zum Treffpunkt der internationalen Musikbranche. Im Rahmen des GERMAN SHOWCASE präsentieren sich zehn aufstrebende Acts aus Deutschland einem internationalen Fachpublikum – von Alternative Pop und Shoegaze bis zu experimentelleren Spielarten der Popmusik.

Organisiert wird der Gemeinschaftsauftritt vom German Music Export der Initiative Musik gemeinsam mit den regionalen Popmusik-Fördereinrichtungen popNRW, RockCity Hamburg, Pop-Büro Region Stuttgart, Musicboard Berlin und dem Verband für Popkultur in Bayern (VPBy).

Alle Infos: WAVES VIENNA

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Musik selbst. Der Showcase soll deutschen Künstler:innen den Weg auf internationale Bühnen erleichtern und Kontakte zu Veranstalter:innen, Labels, Managements und anderen Akteur:innen der Musikbranche ermöglichen. Für viele Newcomer:innen ist ein Showcase-Festival deshalb weit mehr als ein weiterer Konzerttermin: Es geht um Sichtbarkeit, Vernetzung und die Chance, neue Märkte zu erschließen.

Keshia: Alternative Pop zwischen Intimität und Clubsound

Keshia © Elsamina Weiss

Keshia © Elsamina Weiss

Eine der Künstlerinnen, die Deutschland in Wien vertreten, ist die Hamburgerin Keshia. Ihr Alternative Pop verbindet intime Momente mit Einflüssen aus House, Breakbeats und Drum & Bass.

Für Keshia ist der Auftritt beim Waves Vienna auch persönlich ein wichtiger Schritt. Möglich wurde er unter anderem durch ihre Auszeichnung beim KRACH+GETÖSE Hamburg Music Award, wie sie selbst betont:

„Ich freue mich riesig, dieses Jahr beim Waves Vienna dabei zu sein! Ohne RockCity und den Gewinn des KRACH+GETÖSE Hamburg Music Awards letztes Jahr wäre das alles kaum denkbar für mich.“

Gleichzeitig verbindet sie mit dem Showcase mehr als den nächsten Karriereschritt. Als queere afrodeutsche Künstlerin möchte sie auf internationalen Bühnen sichtbar sein, Erwartungen hinterfragen und Schubladendenken aufbrechen.

„Der Auftritt auf dem Showcase Festival ist für mich nicht nur ein super wichtiger Schritt auf dem Weg, meine Musik in der gesamten DACH-Region zu spielen. Er bedeutet für mich, erneut Sichtbarkeit als queere afrodeutsche Künstlerin auf Bühnen zu zeigen, mit Erwartungen anderer zu spielen und Schubladendenken aufzubrechen. Eigentlich genau das, was meine Musik ausmacht!“

In Wien will Keshia erstmals Songs ihrer Debüt-EP „Photosynthese“ live präsentieren und gleichzeitig neue Kontakte innerhalb der Musikszene knüpfen.

Sloe Noon: Neue Orte, neue Bands, neue Begegnungen

Sloe Noon © Fabian Schwarze

Sloe Noon © Fabian Schwarze

Auch Sloe Noon aus Dortmund gehört zum GERMAN SHOWCASE. Die Band verbindet gitarrengetriebenen Pop mit Alternative Rock und Shoegaze und freut sich besonders darauf, erstmals in Österreich aufzutreten.

„Es bedeutet mir jedes Mal viel, meine Musik in einem neuen Land mit einem neuen Publikum teilen zu können und mir neue Orte musikalisch zu erschließen.“

Für Sloe Noon liegt der Reiz eines Showcase-Festivals allerdings nicht ausschließlich auf der Bühne. Gerade die Begegnungen mit anderen Musiker:innen und Menschen aus der lokalen Szene seien entscheidend.

„Wenn ich nach Hause fahre und ein paar neue Lieblingsbands entdeckt habe, war das Festival für mich schon ein Erfolg.“

Ein Gedanke, der ziemlich gut beschreibt, was Showcase-Festivals wie das Waves Vienna für eine junge Musikszene leisten können: Sie bringen Künstler:innen, Publikum und Branche zusammen – und sorgen dafür, dass aus einzelnen Konzerten neue Verbindungen entstehen können.

Zehn Acts aus fünf Regionen

Beim GERMAN SHOWCASE 2026 sind folgende zehn Acts vertreten:

  • Angelic in Jeans – popNRW
  • Atomic Lobster – Pop-Büro Region Stuttgart
  • Eilis Frawley – Musicboard Berlin
  • JOSY – Verband für Popkultur in Bayern
  • Lyhre – Musicboard Berlin
  • Keshia – RockCity Hamburg
  • Nachtkinder – Verband für Popkultur in Bayern
  • Sloe Noon – popNRW
  • VIOLET – Pop-Büro Region Stuttgart
  • YAAMA – RockCity Hamburg

Damit sind fünf regionale Popmusikförderer aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands beteiligt. Die Auswahl zeigt zugleich, wie vielfältig die aktuelle deutsche Nachwuchs- und Independent-Szene aufgestellt ist.

Eilis Frawley © Toni Petraschk

Eilis Frawley © Toni Petraschk

Angelic in Jeans © Lukas Lohner

Angelic in Jeans © Lukas Lohner

YAAMA © Julian Hülser

YAAMA © Julian Hülser

Artist Pitch & Reception: Kontakte für internationale Karrieren

Neben den Auftritten bietet das Waves Vienna den deutschen Acts weitere Möglichkeiten, mit internationalen Branchenvertreter:innen in Kontakt zu kommen.

Am Freitag, 2. Oktober, um 17:45 Uhr findet im Lucia das Format „GERMAN SHOWCASE – Artist Pitch & Reception“ statt. Internationale Professionals können dort die teilnehmenden Acts und ihre Managements kennenlernen und Kontakte für Kooperationen, Bookings und internationale Tourneen knüpfen.

Darüber hinaus erhalten mehrere deutsche Künstler:innen über die „Internationale Live- und Showcaseförderung“ des German Music Exports der Initiative Musik finanzielle Unterstützung für ihre Auftritte beim Waves Vienna. Gefördert werden in diesem Rahmen Angelic in Jeans, Atomic Lobster, Eilis Frawley, FarAvaz, Flo Naegeli, Keshia, Kombynat Robotron, Nachtkinder, SCHRAMM, Sloe Noon und YAAMA.

Das Waves Vienna wird damit auch 2026 zu einer wichtigen Plattform für deutsche Acts, die den nächsten Schritt über die heimische Musikszene hinaus machen wollen. Für die Künstler:innen geht es dabei um Bühnenzeit – aber ebenso um die Frage, was danach kommt: neue Kontakte, neue Auftrittsmöglichkeiten und vielleicht der erste Schritt in Richtung internationales Publikum.

 

Partner:innen der Veranstaltung

RockCity Hamburg e.V. (Zentrum für Popularmusik) fördert seit 1987 Arbeits-, Auftritts- und Vermarktungsmöglichkeiten von Hamburger Musikschaffenden. Im Projekt MusicXport seit 2015 internationalen Förderaktivitäten mit dem Ziel, Hamburger Musiker:innen gemeinsam mit internationalen Bands auf internationalen Festivals zu präsentieren. Fokus: Aufbau von Selbstvermarktungsstrukturen sowie Live- und Medienerfahrung in Form von Konzerten, Meetings, Interviews und Netzwerktreffen in Zusammenarbeit mit 9 internationalen Partner:innen.
 
Das Musicboard Berlin: Fördereinrichtung für Popmusik, aus einer gemeinsamen Initiative der Berliner Musikszene und des Landes. Agiert seit Gründung 2013 als Fördergeberin, zentrale Anlaufstelle, Beraterin und Vermittlerin der popkulturellen Musikszenen Berlins. 

popNRW : Seit 2012 Unterstützung von herausragenden Bands und vielversprechende Newcomer*innen aus ganz Nordrhein-Westfalen.  Workshops und Tour-Support. Jährlicher Preis: popNRW-Preis.

Der VPBy (Verband für Popkultur in Bayern e.V.): Seit Gründung 1989 kulturpolitische Arbeit auf allen Ebenen (für Spielstätten, Kreative und Produktionsgewerke) sowie Netzwerk und -stabilisierung primär auf Landesebene (urbaner und ländlicher Raum), aber auch national und international.

Das Pop-Büro Region Stuttgart: Fokus auf nachhaltige Strukturen für Musikschaffende, wirtschaftliche Perspektiven und die Professionalisierung von Künstler*innen und Musikunternehmen voranzutreiben. Gezielte Programme, Beratungen und Veranstaltungen.

Der GERMAN MUSIC EXPORT der Initiative Musik:  Internationale Präsenz von Musik aus Deutschland nachhaltig zu stärken. Kooperationen mit internationalen Showcase-Festivals, aktive Mitgliedschaft in Netzwerken wie EMEE und European Talent Exchange sowie gezielte Förderprogramme wie die Internationale Live- und Showcaseförderung und die Internationale Exportförderung für Musikunternehmen.

 

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